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WIRTSCHAFTSFAKTOR FAHRRAD
Die Fahrradindustrie hat in Österreich mit der Schließung der Zweiraddivision von Puch (1987) stark an Bedeutung verloren, rund um das Fahrrad gibt es dennoch zahlreiche Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe, die in Summa im Jahr rund € 882 Mio. Wertschöpfung und fast 18.300 Arbeitsplätze ausmachen.

Dienstfahrräder im Grazer Landhaus
Dienstfahrräder im Grazer Landhaus
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Laut "Branchenradar" werden im Jahr in Österreich 375.000 Fahrräder verkauft (2015). Davon entfallen 37,8% auf Mountain Bikes, 45,7% auf Comfort Bikes (inkl. E-Bikes), 11,9% auf Kinder- und Jugendräder und 4,9% auf Rennräder.

Ein immer größerer Anteil des Fahrrad-Marktes wird von Sportartikelketten und vom Versandhandel abgedeckt, der Fachhandel muss sich mit einem schrumpfenden Stück vom Kuchen begnügen. Während 1997 noch 40 Prozent der verkauften Räder in spezialisierten Geschäften erworben wurden, sind es heute nur noch 20 Prozent. Hingegen werden in Deutschland noch mehr als die Hälfte der Räder über den Fachhandel verkauft, in den Niederlanden sind es sogar noch 80 Prozent.

Stark zugenommen hat in den vergangenen Jahren die touristische und freizeitmäßige Bedeutung der Fahrradnutzung. Insgesamt werden einer Studie (2009) zufolge durch den Radverkehr in Österreich direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte in der Höhe von in der Höhe von 882,5 Mio. Euro erwirtschaftet mit Arbeitsplatzeffekten in der Höhe von 18.328 Vollzeit-Äquivalenten.


Fahrraderzeugung
Puch,  1970er-Jahre
Puch, 1970er-Jahre
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Junior Steuerkopfschild
Junior Steuerkopfschild
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Mit der Schließung der steirischen Betriebe Junior in Graz (1968) und Köflach (1975) sowie vor allem der Zweiraddivision von Puch (1987) hat die industrielle Fahrraderzeugung stark an Bedeutung verloren. So gibt es heute nur noch zwei industrielle Erzeuger, und zwar Externe Verknüpfung KTM (Mattighofen/OÖ) und Externe Verknüpfung Simplon (Hard/Vbg.), die 2008 rund 165.000 bzw. 16.000 Fahrräder produzierten. Zum Vergleich: Puch (Graz) fertigte 1980 allein 310.000 Einheiten.

Der Markt orientiert sich heute im Wesentlichen an Komponenten, weniger an Marken. Schon seit den 1960er- und 1970er-Jahren geht der Grad der Komponenten-Eigenfertigung zurück und das Assembling rückte in den Vordergrund.

Selbst bei Rädern "made in Austria" stellt sich die Frage, wieviel wirklich in Österreich erzeugt wird - Komponenten wohl kaum, Rahmen ebenfalls nicht mehr. Antworten auf die Frage "Fertigungstiefe und Wertschöpfung" lieferten "Simplon" und KTM. Auch bei der 2012 inszenierten Rückkehr von Externe Verknüpfung "Puch" stellt sich bei näherem Hinschauen heraus, dass lediglich der Österreich-Vertrieb des Marken-Multis Externe Verknüpfung "Cycleurope" neu übernommen wurde.  




"Steirer-Bike" aus Wörschach
Harald Scherz
Harald Scherz
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In der Steiermark hat der Wörschacher Sporthändler Harald Scherz im Herbst 2007 mit einer Starthilfe des Landes ein Externe Verknüpfung "Steirer-Bike" präsentiert. Das Versprechen "handmade in Styria" beschränkt sich aber derzeit auf das optische Design, alle Komponenten und der Rahmen stammen aus Fernost.

(ARGUS)



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15.10.2015
Wolfgang Wehap

 
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