17. Mai 2012
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Autofasten 2012 mit Lärm-Schwerpunkt

 Über 7000 SteirerInnen haben 2012 autogefastet - auch die Radlobby ARGUS unterstützte die Aktion, die heuer unter dem thematischen Schwerpunkt "Lärm" stand.
Anti-Feinstaub-Demo © Sonja Löschberger
Anti-Feinstaub-Demo
© Sonja Löschberger
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 Rund die Hälfte der UnterstützerInnen von Autofasten, das immer von Aschermittwoch bis Karfreitag dauert, waren aus der Steiermark. So wurden 4,2 Millionen  Autokilometer und über 800 Tonnen CO2 eingespart. Umgestiegen wurde häufig auf das Fahrrad: Nutzten 50 Prozent vor dem Aktionszeitraum das Rad, waren es in der Fastenzeit 66 Prozent. Nur 1,5 Prozent wollten die Autonutzung nach Ende der Aktion wieder wie vorher praktizieren.

„Auch zur Feinstaubbekämpfung haben die AutofasterInnen einen wesentlichen Beitrag geleistet", meinte Initiatorin Hemma Opis-Pieber von der Katholischen Kirche Steiermark. „Obwohl wir als Themenschwerpunkt den Lärm als einer der `unerwünschten Nebenwirkungen´ des Autofahrens gewählt und auch bearbeitet haben, sind wir doch wieder beim Dauerbrenner Feinstaub gelandet."

Mit 100 SchülerInnen der Caritasschule und Feinstaub-Aktivist Christian Wabl wurde vor dem Grazer Landhaus demonstriert und dabei auch mit Verkehrslandesrat Kurzmann über Umweltzone und Wochentagspickerl diskutiert. Diese politische Dimension des Autofastens wird von den TeilnehmerInnen zunehmend gefordert und wertgeschätzt, so Opis-Piber.

Die 550 Rückmeldungen wurden an die Verantwortlichen in Politik und Verkehrsverbund weitergegeben. Hauptthema ist die nötige Verbesserung des Öffi-Angebotes. „Wir sind dankbar für den großen Zuspruch, den Autofasten findet", so Opis-Pieber und Projekt-Mitarbeiterin Michaela Ziegler, „und wollen die Politik ermutigen, wirksame Maßnahmen für eine zukunftsfähige Mobilität zu ergreifen!"

Die 2005 erstmals durchgeführte Mitmach-Aktion, die zum Umsteigen mit guten Argumenten und einer Preisverlosung einlädt, kommt ursprünglich aus Deutschland und verknüpft den Verzicht aufs Auto mit der Schöpfungsverantwortung. Dabei reicht die Palette vom Carsharing bis zum Urlaub mit Öffis und der Propagierung des Fahrrades als Alltagsverkehrsmittel bis zum gemeinsam mit den Kindern absolvierten Fußweg zur Schule.