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Das Rad ABC

Externe Verknüpfung A wie Argus: Österreichische Radlobby (Arbeitsgemeinschaft umweltfreundlicher Stadtverkehr), die sich seit 1979 (in der Steiermark seit 1998) insbesondere dem Alltagsradeln widmet  und um Verbesserungen für RadfahrerInnen bemüht.

B wie Brompton:
Englischer Hersteller von hochwertigen Falträdern. Selbst bei Internetbörsen werden gute gebrauchte Stücke nicht unter 1000 Euro gehandelt. Dafür bekommt man ein leichtes, handliches und schnell zerlegbares Bike mit Kultstatus. Ein Brompton hat nicht jede/r.

C wie Carbon: Leichtes und steifes Baumaterial für Fahrradrahmen. Die Carbonfasern werden zu Mattenverwoben und diese dann miteinander mit Epoxydharz verklebt. Das Produkt ist steif mit fast keiner Elastizität. Carbon ist leicht, aber auch empfindlich. Was beim Alu- oder Stahlrahmen zur Beule führt, kann einen Carbon-Rahmen unbrauchbar machen.

D wie Damenradeln: Frauenräder sind tatsächlich anders. Die Längen von Ober- und Sattelrohr (die Geometrie), die Breite des Sattels ist an den weiblichen Körperbau ebenso angepasst wie jene von „Standard-Bikes" an die männliche Anatomie. Frauen sind also gut daran beraten, die Frauenversion ihres Lieblingsstückes wenigstens auszuprobieren - selbst wenn die Männerversion vielleicht attraktiver auszusehen scheint.
Einer der ersten Damenradvereine Kontinentaleuropas war übrigens der 1893 gegründete Externe Verknüpfung Grazer Damen-Bicycle-Club, 2005 flogen die => "Velochicks" aus - zu Rennen ebenso wie zu Partys. 

E wie Elektrofahrrad: Fahrräder mit Hilfsmotor haben den Nimbus, was für Warmduscher und Weicheier zu sein - zu unrecht: Die Unterstützung eines am besten E-Motors hilft Menschen in den Fahrradsattel, die sonst nie dorthin finden würden, sei es physischen oder topografischen Gründen. In jüngster zeit boomen die so genanten Pedelecs - Unterstützung durch den E-Hilfsmotor gibt es nur, wenn man selbst tritt.  

F wie Fahrrad: Der Begriff Fahrrad wurde durch Übereinkunft deutscher Radfahrervereine 1885 eingeführt. Grundlage dafür waren das englische Bicycle bzw. das französische vélocipède („Schnellfuß", aus dem Lateinischen abgeleitet: velox = schnell und pes = Fuß). Der „Radfahrer" (umgangssprachlich Radler) folgte dem „Bicyclist" und „Radfahren" dem „Bicyceln".
Das Fahrrad war das erste mechanische Individualverkehrsmittel. Nach der Nähmaschine war das Fahrrad das zweite technische Serienprodukt.

G wie Gabel: Die früher üblichen Starrgabeln sind heute nur noch in Rennrädern serienmäßig vorhanden. Ob City-, Trekking- oder Mountain-Bike: Eine Federgabel ist kaum noch wegzudenken. Ob man auf Rock Shox, Maintou, Magura oder RST setzt, ist letztendlich eine Frage der Geldbörse.

H wie Hardtail: Ein ungefederter Rahmen hört auf die neudeutsche Bezeichnung „hardtail". Wer ein Hardtail-Bike bequemer machen will, baut eine gefederte Sattelstütze ein.

I wie Innenlager: Wenn es nicht gedichtet ist oder miese Kugellager verbaut sind, ist es ein großes Ärgernis. Dann bekommt die Tretachse Spiel, die Kette läuft nicht mehr gerade, die Schaltung funktioniert nicht mehr, wie sie soll. Checken Sie also beim Fahrradkauf die Qualität des Innenlagers!

J wie Julie: Kein falsch geschriebener Monat, sondern Namen der vergleichsweise günstigen, bewährten hydraulischen Scheibenbremse von Magura (rund 80 Euro).

K wie Kette: Ketten hängt man sich um den Hals, man montiert sie auf Autoreifen, man vertäut damit riesige Schiffe, sie werkeln in Motoren und treiben Motorräder an. Stimmt, beim Fahrrad gibt es so etwas auch. Sie muss zur Zahl der hinteren Kettenräder passen und kostet von etwas über 10 bis jenseits der 70 Euro.

L wie Licht: Ein Licht darf nur bei Rädern fehlen, die entweder Rennräder sind oder die nur tagsüber und bei guter Sicher verwendet werden (Mountainbikes). Systeme gibt es viele. Einfach und zuverlässig sind Nabendynamos mit geringem Rollwiderstand und guter Energieausbeute. Es gibt aber auch moderne Felgendynamos, die hohe Leistungen bei wenig zusätzlichem Kraftaufwand bringen. Wer von Kabeln zu Front- und Rücklicht nichts wissen will, kauft ein Batterie- oder Akkulicht mit LED-Technologie. Günstige Varianten reichen immer zum Gesehenwerden, mit hochwertigen Akkuleuchten macht man die Nacht zum Tag. Das weiße oder hellgelbe Vorderlicht muss eine Lichtleistung von 100 cd (Candela) bringen, das rote Rücklicht 1 cd.

M wie MTB: Abkürzung für Mountain-Bike. Wer meint, damit kennt er sich aus, irrt übrigens. Innerhalb der MTB-Familie unterscheidet man heute Räder für Cross Country/Race, Marathon, All Mountain, Enduro, Freeride und Dirt/Street. Alles klar soweit?

N wie Nabe: Gibt es beim Vorder- und Hinterrad. Durch die Nabe laufen die Achsen, weshalb die Naben auf beiden Seiten gut gelagert sein müssen (vom einfachen Kugel- bis zum mehrfach gedichteten Industrielager). Die günstige Brave Monster Rear kostet für das Hinterrad ab 65 Euro, eine hochwertige DT Swiss 190 Ceramic mit Aufnahme für eine Bremsscheibe rund 530 Euro. Dazwischen gibt es eine Riesenauswahl.

O wie Oldtimer: Trotz der vielen neuen Fahrräder finden sich im Straßenraum Waffenräder aus den 30er- oder 40er-Jahren oder Puch Clubman aus den 70ern, die funktionstüchtig sind und von ihren BesitzerInnen geliebt werden. Sammler und Oldie-Freaks kommen in Externe Verknüpfung Foren oder eigenen Externe Verknüpfung Klubs zu Austausch und Ausfahrt zusammen.

P wie Putzaktion: Wer lange Freude mit seinem Rad haben will, sollte auf das Putzen nicht vergessen. Achten Sie darauf, mit einem Hochdruck-Reiniger nicht direkt auf Lager und Schaltsysteme zu zielen. Reinigen sie die Felgenflanken - das steigert die Wirkung von Felgenbremsen. Nach dem Putzen auf des Schmieren von Kette, Schalt- und Bremszügen nicht vergessen.

Qu wie Qual: Radfahren muss keine Qual sein! Wer ein zur Körpergröße und zum eigenen Stil passendes Rad kauf - für den einen ein Trekking-Bike, für den anderen eine Rennrad oder Cruiser, für eine andere vielleicht ein klassisches Pedersen-Rad - wird damit viel Freude haben und vor allem in der Stadt mehr Spaß als im Auto im Stau.

R wie Reifen: Sie spielen eine Hauptrolle beim Radfahren. Es gibt Reifen mit hoher Haltbarkeit (etwa verstärkten Laufflächen, denen ein Glassplitter kaum was anhaben kann), mit idealem Grip bei Nässe oder Trockenheit, mit perfekter Traktion im Gelände, mit kaum Rollwiderstand, mit Spikes für den Winter, mit minimalem Gewicht. Für Alltagsräder empfiehlt sich eine etwas schwerere, aber dafür haltbarere und pannensichere Variante mit niedrigem Rollwiderstand.

S wie Spikes: Spikes gibt es auch für Fahrräder. Im Winter lassen sie die Radfahrer souverän über glatte und rutschige Stellen düsen und verringern die Rutschgefahr auf ein Minimum. Der Rollwiderstand steigt etwas, auch das Gewicht des Rads. Aber ein Wettrennen macht im Winter ja keiner ;-)

T wie Tretlager: Ein Schwachstelle bei vielen Rädern. Achten Sie beim Kauf darauf, dass ein hochwertiges, gedichtetes Tretlager verbaut ist. Verschleißen die Kugellager schnell, wackelt die Tretachse, die Schaltung funktioniert nicht mehr richtig und eine unnötige und nicht ganz billige Reparatur ist die Folge.

U wie Umwerfer: Bewegt die Kette über die vorderen Kettenblätter (meist drei) und sollte dort unauffällig seine Arbeit verrichten. Mehr gefordert ist das hintere Schaltwerk, das bis zu neun Kettenräder exakt ansteuern muss.

V wie Externe Verknüpfung Velochicks: Die "Fahrradhühner" sind ein 2005 gegr. Verein radsportbegeisterter Frauen in Graz, die genug davon hatten, im Windschatten der Männer zu strampeln.

W wie Wadln: Bekommt man, wenn man oft mit Rad unterwegs ist. Muskulöse Wadln sind ein Erkennungszeichen für regelmäßig sportlich Radelnde. Bei echten Rennfahreren sollen sie ja - wie die Beine insgesamt - rasiert sein. Das hat weniger mit Windschlüpfrigkeit, denn mit Vorsorge im Falle eines Unfalles zu tun, weil ohne Haare die Wundversorgung einfacher ist. 

X wie X: Beliebter Buchstabe als Bestandteil zum Bezeichnen von höherwertigen Fahrradkomponenten. „XT" heißt die Spitzengruppe aus dem Haus Shimano. Noch besser, teurer und für Normalradler eigentlich unnötig ist die Shimanos Spitzengruppe „XTR". Greift man zum amerikanischen Hersteller SRAM, ist die „X-9" mit der „XT" vergleichbar.

Y wie Y-Rahmen: Vom klassischen, fünfeckigen Diamant-Rahmen abweichende Rahmenkonstruktion, die vor allem bei MTB mit Vollfederung zum Einsatz kommt.

Z wie Zentripetalkraft: Hält die Radelnden in Kurven im Sattel. Lässt sich berechnen nach Fz = m. v²/r, wobei „m" die Masse (in kg) von Radfahrer plus Rad ist, „v2" die Geschwindigkeit (in m/sec) mal zwei und „r" der Radius (in m) der Kurve. Die wirkende Kraft hat die Einheit „Newton".




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LETZTE ÄNDERUNG
01.11.2008
Wolfgang Wehap

 
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